Bewahrung der Chancen für Einheimische

Ergänzung zur Pressemitteilung der Freien Wählergemeinschaft Norderney vom 27.08.2009

Die FWN beschränkt sich auch weiterhin nur auf die Weitergabe von Fakten. Gedanken muss sich jede und jeder, die/der diese Fakten zur Kenntnis nimmt, selber machen. Wir wollen keine Meinungsmanipulation. Man gewinnt den Eindruck, dass manche Pressevertreter offensichtlich nicht davor gefeit sind, sich in dieser Hinsicht beeinflussen zu lassen. Ein „Pulitzer-Preis“ wird (zum Glück für solche Vertreter) in der lokalen Presselandschaft nicht vergeben, denn hier klaffen derzeit Anspruch und Wirklichkeit einer fach- und sachgerechten freien Berichterstattung weit auseinander. Es wären, – einmal begrenzt auf unsere vergleichsweise kleine Insel -, Sternstunden der Demokratie, wenn das, was wahr und wirklich ist, tatsächlich auch schwarz auf weiß zu lesen wäre. Dieses ist allerdings mit der Mühe einer intensiven Fachrecherche und einer gehörigen Portion von Zivilcourage auch der Vertreter der schreibenden Zunft verbunden. Denn so mancher Kommentar zu dem, was zur Zweitwohnungsproblematik auf Norderney bislang gesagt worden ist, ist leider (sicherlich nicht nur aus unserer Sicht) sehr kritisch zu bewerten! Die Bürgerinnen und Bürger unserer Insel haben allerdings das Recht und den Anspruch auf ungefilterte Information.

Die Vertreter der FWN stellen klar, dass sie der Kaschierung von durchsichtigen Eigeninteressen und der Verängstigung der Norderneyer auch weiterhin allen möglichen Widerstand entgegensetzen werden. Es ist also Unsinn, wenn im Zusammenhang mit der von der FWN angeprangerten „Ferien-Zweitwohnungsvermietung“ die weit weg von jeder Wirklichkeit liegende These aufgestellt wird, dass eine restriktivere Zulassung von Beherbergungsmöglichkeiten einer Vielzahl von Norderneyern deren Einkommen oder Zubrot nehmen würde. Wir treten aus tiefster Überzeugung dafür ein, dass in erster Linie Einheimische mit dem Tourismus ihren Lebensunterhalt verdienen sollen. Dafür haben die Vertreter der FWN sich schließlich wählen lassen.

Es gibt hoffentlich niemanden – auch keine Ratsgruppe im Rat -, die unseren Einwohnern bezüglich der Beherbergungen Einnahmemöglichkeiten beschränken oder gar ganz abschneiden möchte. Wie gesagt, die FWN tritt ohne Wenn und Aber dafür ein, dass Insulaner diese Erwerbsquelle nachhaltig nutzen können. Allerdings konterkariert gerade die seit Jahrzehnten von Ludwig Salverius verfolgte Immobilien- und Baupolitik auf Norderney diesen Versuch, für entsprechende Nachhaltigkeit im Sinne unserer Kinder und Kindeskinder zu sorgen. Wir bitten zu bedenken, dass jede neu auf Norderney geschaffene „Zweitferienwohnung von Ortsfremden“ eine erhebliche wirtschaftliche Vermietungskonkurrenz für das einheimische Beherbergungsgewerbe und hier insbesondere das der sogenannten Kleinvermieter von Norderney ist! In Zahlen ausgedrückt heißt das, dass – wenn man zwei und zwei zusammenrechnet – die inzwischen rd. 2000 am Beherbergungsgeschäft auf Norderney teilnehmenden Zweitferienwohnungen von Ortsfremden dem einheimischen Vermietungsgewerbe jährlich vermutlich rd. 35 Mio. Euro Umsätze durch Abfluss an das Festland entziehen.

Die von der FWN vorgeschlagenen und – wenn die Mehrheit der Ortspolitik dieses tatsächlich auch wollte – auch umsetzbaren Regulierungsmaßnahmen zur Verhinderung weiterer Zweitferienwohnungen auf unserer Insel mit Hilfe der dazu auch vom Gesetzgeber vorgesehenen Bauleitplanung sollen gerade diese Missstände zum Schutz des Norderneyer Vermietungsgewerbes und jedes daran teilnehmenden Insulaners stoppen und auch nachhaltig beseitigen. Eines ist sicher: An der erfolgten oder nicht erfolgten Umsetzung der Bewahrung einer Zukunft für Einheimische, wie unsere Ratsvorgänger sie bereits beschlossen und verkündet haben, wird sich künftig jede Ratsfrau und jeder Ratsherr messen lassen müssen.

Wir wehren uns auch gegen durchsichtige Angstmacherei: Die gegenwärtig auf Norderney vorhandenen Ferienwohnungen der Insulaner genießen einen eigentumsrechtlichen Bestandsschutz, so dass die vom Bürgermeister aufgestellte These von Einnahmeverlusten bei einer Umsetzung der Vorstellungen der FWN zur Verhinderung weiterer Zweitferienwohnungen auf Norderney grober Unfug ist. Genau das Gegenteil ist nämlich der Fall. Im Klartext: Das Eintreten für das Vermietungsgewerbe durch Norderneyer ist das Eintreten für das Gemeinwohl auf unserem geliebten Eiland. Dafür stehen die Mitglieder der FWN, denn nur hierin liegt die Nachhaltigkeit, die auch unseren Kindern und Kindeskindern ein Leben in der Heimat sichert.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s