Nachdenken erlaubt!

Die Mitglieder der FWN waren, sind und bleiben überzeugte Anhänger des Erhalts der Grundschule. Allein das war unser Motiv, tätig  zu werden.

Wir veröffentlichen eine der uns zugegangenen E-Mails auch zu dieser Thematik unkommentiert und ungekürzt. Unseren politischen Kontrahenten sei hiermit gesagt, dass nicht JEDER Bürger auf die gegen uns gerichtete Kampagne „Haltet den Dieb!“ hereinfällt.

Hier die E-Mail:

„Zurück zur Insel

Sollte hier nicht durch diese ad hoc In House in Auftrag gegebene TDN Ausarbeitung ( oder schnelle Kosteneinschätzung )  vom  BgM allen „Widersachern“ seiner Idee ( und die anderer Leute) einer  Umfunktionierung der Schule  möglichst schnell der Wind aus den Segeln genommen werden ?
Jetzt ist das alles sogar nicht einmal mehr so hochgradig baufällig – wer verar…. hier eigentlich wen ? Nun ist nur noch der Uhrenturm dran  vorm Herunterfallen bewahrt zu werden..

Früher war ein Handwerker nach jedem Sturm unter dem Dach … da wurde auch noch instand gehalten und nicht planmässig mit oder durch Tatenlosigkeit heruntergewirtschaftet.

Traurig und Schade dass derzeit bei ihren Planungen diese Menschen auf völlig falschen Einschätzungen der real existierenden Nutzung des Gebäudes ihre Zielsetzung aufgebaut haben und dieses ganze Szenario selber vom Zaum gebrochen haben. Die selbst sind doch die Urheber der allgemeinen Verstimmung .

Jetzt haben sie es geschafft sich auch noch erfolgreich aus der Affäre ziehen zu können…!? Man könnte fast  gratulieren…aber nur fast.
Komisch , bereits am letzten Sonntag als ich den Sitzungstermin las, habe ich genau dieses Szenario BGM / TDN usw. prognostiziert.  „Wie komme ich da mit Gewinn und nicht nur ohne Gesichtsverlust wieder raus “ !

Schade dass nicht alle merken ( wollen ) was da eigentlich wirklich los ist.

Hauptsache die mehreren hundert ! Kinder bleiben ordentlich versorgt und die Lehrkräfte können weiter Ihre gute Arbeit ( und vieles mehr ) machen.

Wenn die Raumnot im Grundschulgebäude noch größer wird und weitere Doppelbelegung erfolgen muß müssen private Engagements in andere Räume ausweichen. Z.Bsp. kann die Stadt diese ins  HDI umsiedeln.

Für den Erhalt des Uhrenturms sollten die Bürgervereine usw. sammeln – das Entfernen klingt wie Amputation  und es wäre eine markante erhabene Stelle zur Demonstration eines „So nicht mit uns “ -.

Mit modernen Mitteln sollte eine Alternative zu finden sein – wenn man es denn will. Woanders basteln sie doch auch mit Leichtbau und Riemchen neue Fassadenvorbauten.

Wir sollten wissen was die Stunde der Schuluhr geschlagen hat.“

Die Antwort des NoMo-„Chefredakteurs“

Diese E-Mail veröffentlichen wir wunschgemäß ungekürzt und unkommentiert auf unserer Homepage. Möge jede Leserin und jeder Leser sich ihren/seinen eigenen Teil dabei denken. Kritisches Nachhaken ist ausdrücklich NICHT VERBOTEN!

Freie (!) Wählergemeinschaft Norderney.

——– Original-Nachricht ——–
Datum: Thu, 28 Jan 2010 16:07:42 +0100
Von: Fischpresse GbR
An: Manfred Plavenieks
Betreff: Damspiegelung und FWN

Herr Plavenieks,
unsere Darmspiegelungs-Überschrift war volle Absicht und wir haben uns sehr über die Publicity im Spiegel gefreut und viel darüber gelacht. Zum besseren Verständnis: Es handelt sich um Humor. Der Kommentar von Frau leidig trifft genau den Punkt und nicht den Unterleib. Von Fehlgriff kann aus unserer Sicht keine Rede sein.

Das Verhalten der so genannten Freien Wähler strotzt hingegen nur so von Fehlgriffen. Und das Verhalten dre Freien Wähler mit Blick auf die Grundschule ist geradezu lächerlich. Ich darf Sie darauf aufmerksam machen, dass einige Textmeter unter dem aktuellen Hickhack um E-Mailverkehre und Tritte in den Unterleib „Hannen wech van uns School“ auf Ihrer Internetseite zu lesen steht. Damit war ja wohl die Grundschule gemeint.
Jetzt streiten Sie die Korrektheit eines Gutachtens ab, das genau Ihrer Meinung Recht gibt. Die Freien Wähler und vor allem Sie und Ihr Kollege Moroni sind einfach dagegen. Egal, gegen was.
Und Sie verbergen ihre eigene Absicht, Aufmerksamkeit erzeugen zu wollen – und nur darum geht es Ihnen – hinter einer Unterdrückungs-Attitüde.

Man muss fürchten, dass Sie bald den bewaffneten Widerstand aus dem Untergrund beginnen.

Und nachdem meine letzte E-Mail an ihren Kollegen Moroni seine Unterstützung einer als rechtsradikal eingestuften Zeitung betreffend ungefragt veröffentlicht wurde, was ein ungeheurer Vorgang ist, erlaube ich es Ihnen diesmal ausdrücklich, mit der Auflage, den Inhalt dieser Mail ganz zu veröffentlichen. Ich stehe zu jedem Wort.

Mit freundlichen Grüßen, Dirk Kähler Fischpresse GbR

Poststraße 1 ,26548 Norderney,Fon 04932 99 18 99, Fax 04932 99 18 79

http://www.norderneyer-morgen.de
http://www.he-norderney.de

Gesellschaft bürgerlichen Rechts
Sitz der Gesellschaft: Norderney
Geschäftsführung: Dirk Kähler und Anja Pape

Was darf ein Zeitungskommentar?

„Norderneyer Morgen“ heute: Ein Kommentar wie ein Tritt in den Unterleib

Das Nachrichtenmagazin „DER SPIEGEL“ Ausgabe 53/2009, hatte in seinem „Hohlspiegel“, in dem journalistische Fehlgriffe humorvoll auf die Schippe genommen werden, auf Seite 150 die Schlagzeile „Darmspiegelung macht wieder Spaß“ aus dem „Norderneyer Morgen“ zitiert. Kann passieren, dass man missverstanden wird, eigentlich: Schwamm drüber!

Was Verena Leidig in ihrem Kommentar „Wir sind nicht vor Gericht“ auf Seite 4 des „Norderneyer Morgens“, vom 28.01. 2010, als Redakteurin äußert, ist aber alles andere als die Bündelung etlicher, bei ihr immer wieder vorkommender Flüchtigkeitsfehler. Auch für Medienvertreter muss bei allem Vorbehalt gegenüber einzelnen Lokalpolitikern die Berufsehre dazu führen, dass man so objektiv wie es geht berichtet. Schreibt der Pressevertreter oder die Pressevertreterin zu dem Sachbericht auch noch einen Kommentar, macht er oder sie deutlich, dass hier eine persönliche Meinung vorgetragen wird. Dieser Kommentar darf, ja manchmal muss er sogar bissig sein. Aber auch hier gibt es Grenzen, die nicht überschritten werden dürfen.

So führt Frau Leidig wortwörtlich in einer Passage aus: Der Bericht der Technischen Dienste (TDN) sei kein unabhängiges Gutachten, mäkelte Hayo Moroni. Er sei nicht von ausgewiesenen Fachleuten erstellt. Sein Fraktionskollege Manfred Plavenieks sprach sogar von einem „Auftraggebereffekt“ und unterstellte den TDN-Mitarbeitern damit korruptes Verhalten.

Das ist kein schmunzelnd zu registrierender Fauxpas wie „Darmspiegelung macht wieder Spaß“ (siehe oben). Bei dieser Darstellung handelt es sich um pure Meinungsmache ohne Rücksicht auf Wahrheitsgehalt. Hier wird, auch wenn es eine subjektive Darstellung in einem Kommentar ist, ein objektiv darzustellender Sachverhalt ins Gegenteil verkehrt. Im vorab: Ich war und bin überzeugt davon, dass die bei der Stadt Norderney bediensteten Arbeiter, Angestellten und Beamten ihre Berufe fast ausnahmslos nach bestem Wissen und Gewissen verrichten. Das dort, wo gearbeitet wird, auch Fehler gemacht werden, ist eine geläufige Binsenweisheit! Wer wollte mir, der sich selbst bei dem vorhergesagten einschließt, da ernsthaft widersprechen?

Ich habe, auch auf Nachfrage, während der genannten Sitzung ausgeführt, dass jedes Gutachten einem „Auftraggeber-Effekt“ unterliegt. Erklärend habe ich hinzugefügt, dass es immer darauf ankommt, was und wie man etwas dargestellt haben will: Beispielsweise sollen Mängel zielgerichtet beschrieben werden. Dabei kommt es darauf an, ob man sie als groß oder nur als klein betrachtet wissen will. Die Mitarbeiter der TDN haben sich mit ihrem Sachstandsbericht zweifelsohne größte Mühe gegeben. Gegenüber ihrem Dienstherrn, dem Bürgermeister, sind sie nun aber einmal weisungsabhängig. Die Politiker haben dieses bei Wahrnehmung ihrer verbrieften Kontroll- und Aufsichtspflicht gegenüber der Verwaltung gemäß Niedersächsischer Gemeindeordnung zu berücksichtigen. Das ich laut Frau Leidig den TDN-Mitarbeitern damit korruptes Verhalten unterstellt haben soll, lässt mich an deren gesunden Wahrnehmungsfähigkeit, ausreichenden Rechtskunde und ihrer journalistischen Fairness zweifeln.

Hat die Kommentarschreiberin ernsthaft überlegt, was der Vorwurf der Korruption beinhaltet, nämlich Bestechung und Bestechlichkeit, Vorteilsannahme und Vorteilsgewährung? Hier ist etwas mit flüchtiger Feder oder Druck auf die Tastatur des Computers geschrieben worden, was leider, leider der Wahrnehmung gebührender journalistischer Sorgfaltspflicht entbehrt.

Die „spaßmachende Darmspiegelung“ lässt grüßen.

Manfred Plavenieks,
Ratsherr (FWN).

E-Mail-Verkehr zwischen der FWN und dem Bürgermeister

Die zusammengefasste Sitzung der Ausschüsse für Soziales, Schulen und Kultur sowie Bauen und Umwelt in den Konferenzräumen 1 und 2 des „Hauses der Insel“ hatten am Dienstag, den 26. Januar 2010, das Hauptthema: „Grundschule – Information und Beratung“.

Die Sitzung leitete der stellvertr. Vorsitzende des „Schulausschusses“, Axel Stange. Über ihren Verlauf werden wir hier gesondert berichten. Aus Sicht der FWN/Budde war dieser Sitzung bereits ein nicht gerade freundlicher E-Mail-Verkehr mit dem Bürgermeister Ludwig Salverius vorausgegangen.

Die Gruppe hatte den Antrag vorgelegt, zur Vorbereitung auf diesen Termin die Ergebnisse des angekündigten  „Gutachtens“ über den baulichen Zustand und die erforderlichen Arbeiten bzw. entstehenden Kosten zu bekommen, weil man diese Informationen für den Austausch über den Sachstand in der Gruppensitzung am 25.01. 2010 benötigte.

Der Bürgermeister wies in seiner Antwort-E-Mail, für deren späte Sendung er sich wegen anderer Tätigkeiten entschuldigte, auf die Statements der Schulen und der Elternschaft sowie die Absprache innerhalb der letzten Verwaltungsausschuss-Sitzung hin, in der der Vortrag der Technischen Dienste Norderney zu den baulichen Aspekten auf der Sitzung angekündigt worden war. Der Antrag der FWN hatte sich damit für den Bürgermeister erledigt und er ging gar nicht weiter darauf ein.

Der Gruppenvorsitzende der FWN beantwortete die E-Mail des Bürgermeisters wiederum mit der Klarstellung, dass er den Antrag auf Auskunftverlangen (Anm.: So wie es die NGO auch vorsieht!) im Auftrage seiner Fraktion gestellt habe, da Klärungsbedarf zu diesem komplexen Thema noch vor der eigentlichen Sitzung gesehen würde. Wörtlich hieß es: „Uns ging es um die sachlichen Fakten, die wir ausgiebig beraten müssen, um eine verantwortliche Beurteilung vornehmen zu können. Diese fehlen uns, um die Thematik Grundschule mit ausreichender Information vorbereitend schon in der Fraktions- bzw. Gruppensitzung zu besprechen. Zu einer Beschlussfassung werden wir somit innerhalb der Ausschuss-Sitzung am 26.01. 2010 NICHT in der Lage sein.

Wortwörtlich antwortete der Bürgermeister:
„Sehr geehrter Herr Plavenieks,
die Sitzung dient in erster Linie der Vermittlung von Informationen. Entscheidungen werden nicht unbedingt erwartet. Überschaubare Sachverhalte werden aber sicher abgearbeitet werden können.
Informationen gibt es für alle Beteiligten zu gleicher Zeit. Wollen Sie der Auslöser dafür sein, wenn der Vorwurf unterschiedlicher Informationsbedienung erhoben wird? Die baufachlichen Aspekte können nur mit Erläuterung weitergegeben werden. Das sollte zu verstehen sein.
Im übrigen wusste ich gar nicht, dass sich ihre Gruppe um eine sachliche und verantwortliche Beurteilung bemüht. Beim Blick auf ihre Homepage erschließt sich mir dies nicht.
Mit freundlichen Grüßen
Salverius.“

Das war also die Ausgangslage, mit der der Bürgermeister den geplanten Umgang mit den Mitgliedern der FWN/Budde in der Schulausschuss-Sitzung ankündigte. Die negativen Erwartungen, die man haben konnte, wurden dann aber noch bei weitem übertroffen. Dazu mehr im dazugehörigen Bericht auf dieser Seite.