Als Politiker noch geachtet waren…

„Man kann in der Volkswirtschaft, ohne zu produzieren, kein Einkommen schaffen, aber man kann auch nicht produzieren, ohne konsumieren zu wollen; – es sei denn im Sklaventum oder in totalitären Systemen. Diese Einstellung veranlaßt mich im übrigen auch, keine Privilegien der Lebensführung anzuerkennen, die etwa aus politischer oder wirtschaftlicher Stärke abgeleitet werden. Wer Machtpositionen auszunützen versucht, muß sich bewußt sein, daß er damit andere Volkskreise und andere Bevölkerungsschichten in ihrem sozialen Sein behindert und schädigt.“
[Ludwig Erhard (CDU), 1957 in seinem Buch „Wohlstand für alle“]

Mit Bedauern ist festzustellen, dass solche Ansprüche, wie Ludwig Erhard sie in seinem o.g. äußerst lesenswerten Buch formuliert hat, heute nicht mehr gestellt werden (dürfen). Heute wird ein solcher Satz wie „Wohlstand für alle“ als Schwadronieren von Utopisten und lebensfremden Träumern verunglimpft. Warum? Weil wir dort sind, wo Ludwig Erhard auf keinen Fall sein wollte.

Das Neue Jahr zeigt sich von seiner schönsten Seite

Hier ein kurzer Eindruck, wie das Strandleben auf Norderney Anfang des Jahres 2011 aussah. Viele Gäste nutzten das herrliche Wetter für einen erholsamen Spaziergang entlang des eisschollengesäumten Nordseestrands. Es wurden auch vereinzelte Insulaner gesichtet…

Nein, nur ein Scherz. Selbstverständlich nutzten auch viele Einwohner die Gelegenheit, an unseren auch im Winter äußerst reizvollen Stränden frische Luft zu schöpfen und nach den Festtagen ein wenig für die Verdauung zu tun.

Allerdings: Wir Norderneyerinnen und Norderneyer werden immer weniger. Die 6000-Einwohnerzahl wurde bereits unterschritten. Eine Herausforderung für die nahe Zukunft, nämlich heute. Daran muss die Politik arbeiten – Erhaltung der Heimat und Gewährleistung für ihre Menschen, hier auch leben zu können. Das geht nur, wenn mehr bezahlbarer Wohnraum zur Verfügung gestellt wird. Ohne seine Einwohnerinnen und Einwohner ist unser Eiland nur die Hälfte wert. Darüber sollten sich alle im Klaren sein, die heute auch noch den letzten Millimeter Boden auf der Insel vermarkten möchten.

Es war einiges los auf unserem Eiland