Noch einmal zur Erinnerung: FWN-Jugendforum im Stadtsaal des HdI

Die Entwicklung der Jugendarbeit war am gestrigen Tage, also fast zweieinhalb Jahre danach, erneut ein TOP in der öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Soziales, Schulen und Kultur. Die Schulsozialpädagogin Frauke Buisman-Alija schilderte eingehend die Situation auf Norderney aus ihrer Sicht. Ohne es zu wollen, benannte sie Defizite im Umfeld und der Arbeit der Leitung des Jugendzentrums, die eben genau von dort zu verantworten ist. Frau Buisman-Alija gab sich alle Mühe, keine Schuldzuweisungen vorzunehmen. Ein Teil ihrer Vorschläge zur Belebung des Jugendzentrums Norderney sind wie folgt nachzulesen.

Die Ausschussvorsitzende Karin Rass (GRÜNE/BÜNDNIS 90), die in ihrer Funktion eine Sitzung eigentlich neutral zu leiten hat, erhob den Vorwurf, dass die Politik außer vollmundiger Versprechungen vor den Wahlen nichts zu Wege gebracht habe. Diese Anmerkung stieß auf erheblichen Widerstand, den neben Johannes Terfehr (SPD), Manfred Plavenieks (FWN) auch Ratsherr Jan Ennen (CDU) in aller Deutlichkeit und akzentuiert formulierten. Sie wiesen darauf hin, dass trotz jahrelang erteilter Vorschläge der Neu- und Umgestaltung aus eben der Politik Wesentliches nicht aufgegriffen bzw. vernachlässigt wurde.

Den untenstehenden Artikel haben wir bereits am 27. Mai 2011 publiziert. Wir ließen die Jugend Norderneys ohne Einmischung der gewählten Lokalpolitiker zur Sprache kommen, um ein möglichst unverfälschtes Bild zu bekommen, was von den jungen Menschen im erweiterten sozialen Umfeld gewünscht wird. Gleichzeitig sollte dieses Forum ein Signal für das Jugendzentrum Norderneys mit ihrer Leitung sein, was denn wie in welche Richtung nach Meinung der jungen Menschen unserer Insel bewegt werden müsste.

„Die jungen FWN-Politiker Mirja Janssen, Tobias Germer und Norwin Moroni riefen – und die Schüler/innen und Jugendlichen Norderneys kamen. Über 50  junge sowie einige erwachsene Menschen fanden sich ein, um ihre Wünsche, Bedenken und  Vorschläge zu diskutieren, wie die Freizeitsituation auf unserer Insel gerade für diesen Teil der Bevölkerung verbessert werden kann.

Das Ergebnis dieses Jugendforums kann sich sehen lassen. Sicherlich sind das erste Ansätze, die noch weiter durchdacht, geplant und vorbereitet werden müssen, aber der Anfang ist gemacht.

Hier die Sammlung an Vorschlägen, die Mirja nach der Super-Moderation des FWN-Trios noch einmal als Resümee zusammenfasste:

Ergebnisse des Jugendforums

Ferienprogramm:

–  sollte abwechslungsreicher gestaltet werden;

–  die Zeit um die Karten im Jugendzentrum zu holen ist zu knapp bemessen bzw. werden Jugendliche vor der Tür stehen gelassen, wenn die halbe Stunde um ist;

Jugendzentrum:

–  Jugendliche sollten mehr miteinbezogen werden: „Wir gestalten das Jugendzentrum“

–  Neugestaltung, ansprechender für Jugendliche

–  ( farbiger, Reparatur bzw. Neuanschaffung einiger Geräte o. Möbel)

–  PC-Raum neu einrichten evt. in Verbindung mit einem Bastelkurs technisch versierter Schüler und Jugendlicher

–  Mehr an die Öffentlichkeit gehen mit Veranstaltungen (Zeitung, Aushänge am schwarzen Brett der KGS, Internetauftritt bei Facebook und  eigene Website)

–  Regelmäßige Kinderdisco

–  Events organisieren für Kinder und Jugendliche jeden alters (Auftritte von Rappern o.ä. Songcontests für Klein und Groß)

–  Tanzkurse im Jugendzentrum?

Sportplätze:

–  Neue Netze für die Tore auf dem KGS Sportplatz (evt. vom Förderkreis)

–  Kapspielplatz

–  Tore am Strand

–  Flunkyballplatz

–  Basketballplatz

–   Handballplatz

–  Indoorsporthalle?!?

–  Kunstrasenplatz

Kampfsport:

–  Wichtig: Zuerst herausfinden, welcher Kampfsport gefragt ist (Umfragen mit Schulen o.ä.)

–  Kontakt mit BAE ( Bundo Akademie Europa) aufnehmen

–  Keno Mennenga

–  Kombinierbares Fitnesscenter

–  Ort finden: Grundschulhalle

–  Hans Reiner Welsch ansprechen, möchte vll. mitwirken

–  http://www.b-a-e.de/

Disco:

–  angemessene Getränkepreise

–  Stranddisco

–  Strandkorbhalle ( geht nicht, da es im  Naturschutzgebiet liegt)

–  Forschungsstelle (Altes Werkstattgebäude an der Deich-/Hafenstraße)

Sonstiges:

–  Ist es möglich, die Frisia-Preise für Jugendliche auf Norderney und Freund vom Festland zu senken?

–  Mülleimer am Polder

–  sogen. von Herrn Loth vorgeschlagene 72-Stunden-Projektaktion, z. B. durch von den Jugendlichen selbst zu errichtende windgeschützte Hütte am Polder

–  Grillstelle o. Feuerstelle am Polder

–  Handballcamp ähnlich wie das Fußballcamp (TUS)

–  Shishabar

–  Kinotag zu ermäßigten Preisen (mit Herrn Loth besprechen)

–  Förderverein für Jugendliche: New Network Norderney (NNN mit Aschmann)

     

Hervorzuheben ist, dass Kurdirektor Wilhelm Loth, der Vorsitzende des Fördervereins Norderneyer Schulen, Rolf van Velzen und Bernhard  Aschmann als Initiator der Aktionsgemeinschaft „Triple N“ (NNN = Neues Netzwerk Norderney) sich mit einigen hervorragenden Anregungen und Ideen einbrachten. Die beiden Norderneyer Zeitungen „NBZ“ und der „OK“ haben über das Jugendforum ausführlich berichtet.   Wir hoffen, dass mit der Beteiligung derjenigen, die unsere Nachkommen sind, ein Anfang für die Gestaltung einer erstrebenswerten Zukunft für Jung und Alt eingeläutet wurde.  Die politischen Ratsvertreter der FWN haben jedenfalls einiges mitgenommen.“

Soweit die damalige Veröffentlichung. Vorschläge und Ideen hat es also auch in Richtung Jugendzentrum genug gegeben.

Zweifelhafte Berichterstattung über das Bürger-Forum der FWN

Liebe Leserinnen und Leser unserer Homepage,

unser Bürgerforum am 28.04. 2011 im Stadtsaal des“Hauses der Insel“ war mit 62 Teilnehmern für eine sogenannte „Parteiveranstaltung“ gut besucht, was selbst der Chefredakteur des NoMo, Dirk Kähler, der fast eine Stunde nach Sitzungsbeginn anrückte, sichtlich erstaunt feststellen musste.

Wir hatten uns, so gut es bei der kargen Datenmenge, die die Stadt Norderney zur Verfügung stellt, überhaupt ging auf die Vermittlung aller Informationen zur Bau- und Wohnungspolitik eingestellt. Die Redakteurin der NBZ, Frau Gabriele Boschbach, bescheinigte uns immerhin, „dass wir unsere Schulaufgaben wohl gemacht haben dürften“.

Als Versammlungsleiter betonte ich, dass es den Freien Wählern darauf ankommt, den Bürger bei der Beurteilung und der Gestaltung der Politik für die Insel mit ihren Insulanern jederzeit mitzunehmen. Dieses Werben um Vertrauen dürfte seine Wirkung nicht verfehlt haben. Unser Hauptreferent Hayo Moroni, den ich als „ausgewiesenen  Baurechts-Experten“ ankündigte, beantwortete mit seinem Fachwissen alle an ihn und uns Freie Wähler gericheteten Fragen. Unangenehm fiel einmal mehr der feixende, abwinkende und zwischenrufende Ex-Bürgermeister Klaus-Rüdiger Aldegarmann auf, der sich auf der Veranstaltung der Freien Wähler nicht gerade wie ein höflicher Gast benahm und deshalb mehrfach vom Versammlungsleiter mit der Bitte um Fairness zur Ordnung gerufen werden musste.

Den Ex-Bürgermeister Aldegarmann hat die schonungslose Offenlegung der Fehler auch seiner Politik einmal mehr bis ins Mark getroffen. Seine Reaktion war eines Demokraten nicht würdig. Hans Vollmer ergänzte seinen Kompagnon Aldegarmann wie gewohnt mit gehässigen und giftigen Kommentaren und solidarisierte sich mit ihm, als  dieser in ohnmächtiger Wut den Hauptreferenten Hayo F. Moroni als „Lügner“ bezeichnete. Fast allein dieses war der große Aufmacher für die Printmedien, unseren bis dahin so gut gelaufenen und vom Bürger akzeptierten Informationabend als „Tumult-Veranstaltung“ darzustellen. Das teilnehmende Publikum weiß es anders und wir bitten alle, die zugegen waren, um dementsprechende mündliche Berichterstattung in Freundes-, Verwandten- und Bekanntenkreisen.

Zur Klärung haben wir folgende Pressemitteilung verfasst und an die Redaktionen der „NBZ“ und des „NoMo“ gesandt. Schauen Sie also in die Zeitung und das Anzeigenblatt, inwieweit man hier seiner objektiven Informationspflicht nachkommt!

Pressemitteilung zur Presseberichterstattung über das Bürgerforum der FWN am 28.04.2011

Am 28. April 2011 hat die FWN ein sehr informatives Bürgerforum zum Thema „Bau- und Wohnungspolitik auf Norderney – Der Bürger hat das Wort-“ durchgeführt. Anhand intensiv recherchierter Daten über die Wohnungssituation und –entwicklung auf Norderney wurde die derzeitige Wohnungs- Baulage schonungslos offengelegt. Lösungswege wurden aufgezeigt. Die Veranstaltung fand unter den dort anwesenden 62 Norderneyern
großen Anklang und Beifall. Zwei Störenfriede der Veranstaltung, Ex-Bürgermeister Klaus Aldegarmann und Ex-Grüner sowie Neu-Öli Hans Vollmer, waren mit unseren Darstellungen nicht einverstanden. Der Ex-Bürgermeister musste bereits zweimal von der Diskussionsleitung zur Ordnung gerufen werden. Als peinlichen Höhepunkt beleidigte er dann sogar noch den Hauptreferenten Hayo F. Moroni als Lügner und wurde schließlich von den anwesenden Teilnehmern mit „Raus-Raus Rufen“ des Saales verwiesen. In der örtlichen Presse, insbesondere dem NOMO und der NBZ, wird jedoch dieser Vorfall journalistisch überraschender Weise mehr in den Vordergrund gestellt als die sehr sachliche Darstellung und die dementsprechende Diskussion mit dem teilnehmenden Norderneyer Bürgern. Die Tendenz der Berichterstattung ist dabei , nicht die Krakeeler und Beleidiger im schlechten Licht erscheinen zu lassen, sondern die FWN und ihren Hauptreferenten. Das ist unseres Erachtens journalistisch und auch moralisch skandalös.
Was sind die Fakten?
1. Im Bauausschuß hat lediglich ein Meinungsaustausch zu einem Vorentwurf der Fa. Bergmeyer und Schwerdt über deren Vorstellungen einer zukünftigen Bebauung und Nutzung des ehemaligen „Namuth-Grundstücks“ mit sogenannten „altengerechten Wohnungen ab 55 plus x“ an der Janusstraße stattgefunden.
2. Diese wurden allgemein skeptisch beurteilt.
3. Eine Abstimmung im Ausschuss erfolgte nicht, denn dazu gab es keine Veranlassung.

In der FWN-Veranstaltung hat unser Referent Hayo Moroni dieses so wiedergegeben, ergänzend mit seiner Meinung, dass hier die Fa. Bergmeyer und Schwerdt wohl noch nachbessern müsse und dieses dann weiter in den Fraktionen zu besprechen wäre. Eine Meinungskundgebung, nicht mehr und nicht weniger !

Deswegen H. Moroni als Lügner zu bezeichnen ist eine strafbewehrte Diffamierung, bösartig und eines Ex-Bürgermeisters nicht würdig. Genausowenig die Solidaritätsbekundung des Ratsherrn Vollmer. Entsprechend spontan war darauf die vorangeführte Reaktion des Publikums: Einen solchen Rauswurf rüpelhafter Ratspolitiker und eines Ex-Bürgermeister durch den Bürger hat es auf unserer Insel noch nicht gegeben.

Manfred Plavenieks , Gruppenvorsitzender FWN-Budde