Ein widerlicher Angriff

Die politischen Gegner der Freien Wähler greifen immer wieder ungestraft zu den widerlichsten Mitteln, deren unliebsame Mitglieder zu verunglimpfen. Die sogenannte „freie Presse“ schweigt dazu. Die Metapher „Fremdsch…“ (nicht einmal voll ausgeschrieben) und von den Freien Wählern lediglich ganz harmlos dazu verwendet, einen Sachverhalt zu beschreiben, lässt deren Gegner aufheulen und unglaubliche Anschuldigungen erheben. So geschehen zuletzt vom Ratsherren Johannes Terfehr (SPD), der sich im OK, vom 12.09. 2011, zum Ausgang der Bürgermeisterwahl äußerte. Zitat: „Einen Kandidaten wie Hayo F. Moroni, der sich an der Grenze zum Rassismus bewege, könne man in einem demokratischen System nur schwer aushalten, sagte Terfehr. Damit hob er auf Begriffe wie ‚Schweinejournalismus’ und ‚Fremdschkiet“ ab, die im Norderneyer FWN-Wahlkampf gefallen waren.“

 Das ist eine unerträgliche verbale Entgleisung, mit der Straftatbestände erfüllt werden. Wenn der Begriff derart belastet sein soll, fragt man sich, wie sich ein Norderneyer Musik-Duo, zu dem auch der Herausgeber des Anzeigenblatts „NoMo“ gehört, sich selbst „Fremd Schkiet“ nennen durfte und es nach einer Umbenennung zu „Ankergold“ nach dem u.a. Artikel in dem Online-Magazin Baltrum News laut eines Berichtes der Autorin Sabine Hinrichs, vom 26.03. 2011, zukünftig wieder tun will. Es wäre absurd zu behaupten, dass das Duo Kähler/Pape mit dem Namen „Fremd Schkiet“ rassistisches Gedankengut in die Öffentlichkeit bringen möchte.

Hier die Url: http://www.baltrum-online.de/html/news-artikel.php?id=1366

 Wörtlich heißt es:

Friesisches Gefühl

Schade – den beiden Jungs von der Nachbarinsel Norderney hätte man gerne ein großes Publikum gegönnt. Am Sonnabend waren jedoch nur wenige ins Skippers‘ Inn gekommen, um den Klängen des Duos „Ankergold“ zu lauschen. Durchgängig selbst komponierte und selbst gedichtete Songs von der Waterkant und den Inseln, von Wind und Wetter, Sand und Sonne beschreiben das „friesische Gefühl“, wie es das Programm von Dirk Kähler (Gesang, Blues Harp) und Tobias Pape (Gitarre) verspricht. Die Songs sind es wert, intensiv erlauscht zu werden – viele Episoden und detaillierte Beschreibungen erzählen knackig von den auch heute noch harten Lebensumständen an der Küste und künden von großer Ortskunde wie auch Lebensweisheit und Einfühlsamkeit der beiden Künstler, die nicht gebürtig von Norderney stammen. „Fremdschiet“ wollten sie ab nun auch wieder wie früher heißen, „Ankergold“ sei Geschichte. Dies verkündeten sie noch vor ihrem Auftritt im Skippers Inn.
Die Zuhörer und Gäste waren begeistert und belohnten jedes einzelne Stück mit viel Applaus. So war es ein schöner Abend – wie gesagt, etwas mehr Publikum hätte der Stimmung noch einen kleinen Anschub gegeben.

Sabine Hinrichs.

Mmm, und noch ein kleiner Hinweis. Wir wollen ja nicht unbedingt Werbung für einen Mann machen, der so seine Probleme mit uns hat. Trotzdem: Schauen und hören Sie sich diesen Youtube-Beitrag an:  http://www.youtube.com/user/FremdSchkiet

Irgendwie witzig der Abspann: „Tobi Pape und Dirk Kähler sind – Fremd Schkiet.“ Kaum vorstellbar, dass ein pensionierter Pädagoge zu der genannten Entgleisung wegen dieses keineswegs bösartig gemeinten Wortes fähig ist. Noch einmal seine fürchterliche Aussage:  „Einen Kandidaten wie Hayo F. Moroni, der sich an der Grenze zum Rassismus bewege, könne man in einem demokratischen System nur schwer aushalten.“ Unerträgliche Worte eines Mannes, der seine Schüler vielleicht sogar einst Demokratie, Toleranz und Mitgefühl gelehrt hat. Gegen ihn wurde vom Geschädigten am 12.09. 2011 Strafanzeige erstattet.

Allgemein

2 Gedanken zu “Ein widerlicher Angriff

  1. Sehr geehrter Herr Moroni,
    im Bezug auf obrige Geschichte habe ich soeben meinem ehem. Feuerwehrkameraden Gustav Bauerman auf der NoMo Seite vom 13.09.2011, auf dessen Kommentar, eine Antwort geschrieben. Ferner habe ich am 30.08.2011 in 2 Kommentaren auf der NoMo Seite das Wort „Fremdskiet“ zu erklären versucht. Ob es mir gelungen ist, weiß ich nicht.
    Herr Terfehr soll sich bei Ihnen entschuldigen. Tut er das nicht, dann hat er die Bedeutung des Wortes auf sich gezogen und ist somit für mich „Fremdskiet“.
    Bitte lesen Sie meine Kommentare und drucken Sie es aus, dann kann man alles besser verstehen.
    Freundlichen Gruß
    Bonno Eberhardt, sen.

    • Guten Abend Herr Eberhardt, He! Bonno…

      Danke für die Hinweise auf die „Fremdschkiet-Diskussion“ im Online-Forum des NoMo, das ich leider seit geraumer Zeit nicht mehr verfolge. Ich bin auch sehr erfreut über Ihren Hinweis: „Woher kommt der Name? 1895 wurden die Häuser an der Moltkestraße in fast einem Jahr erbaut. Ca. 80 % von Zugewanderten, die das Kapital hatten. Damals sagten die Fischer:( Wenn du en Skip to vull paakts, dann geiht dat unner, un wenn de uns Eyland to vull booen, geiht dat ok unner.) Damit meinten sie nicht, daß die Insel absäuft, sondern ihre Existenz kaputt geht.“ Wieviel Lebensweisheit steckt darin!
      Ich als hier auf dieser Insel Geborener, der in der damaligen Flüchtlingsunterkunft am Wasserturm , den Baracken des sogenannten ‚UK-Lagers‘ aufgewachsen bin, kann nur sagen, das wir alle, die dort wohnten, „Fremdschkiet“ waren, ohne allerdings kapitalkräftig zu sein. Aber es war aus meinen Kindheitserinnerungen eine unglaublich kreative Gemeinschaft, die sich gegenseitig half, wo man nur konnte und ich hatte dort eine wunderbare Kindheit. Die Diskussion, die um diesen Begriff entbrandet ist, musste man wohl dem Wahlkampf schulden. Bestürzt bin ich über die vielen unsachlichen Kommentare im NoMO-Forum, die nur darauf zielten, die aufrichtigen Anliegen der Freien Wähler zur Erhaltung Norderneyer Existenzen für die Zukunft in den Schmutz zu ziehen. Wir wollten und wollen nicht enteignen sondern Heimat für die erhalten und sichern, die jetzt Kinder oder vielleicht noch nicht geboren sind. Der Bürger hat gesprochen und uns Freie Wähler per Votum abgestraft. Daraus müssen wir Folgerungen ziehen. Wat hemm’n de Fischers seggt? Wi meenen dat net so: Uns Eyland dürt ne unnergaan.

      Mein tiefer Respekt für Ihre sachlichen Kommentare,
      Ihr Manfred Plavenieks.

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