Anmerkungen zu den Änderungen des Bebauungsplans Nr. 25 B „Nordhelm-Mitte“

Die Planungsphase der Änderungen des B-Planes Nr. 25 B- „Nordhelm-Mitte“ tritt jetzt in die entscheidende Phase. Die nach dem BauGB dazu auch vorgesehene Beteiligung der Öffentlichkeit ist abgeschlossen. Bemerkenswert dabei ist, dass bei den vorgesehenen Änderungen im Bebauungsplan Forderungen der FWN zur Verhinderung eines weiteren Ausverkaufs unserer Insel durch Immobilienspekulanten und „Betongoldanleger“ in Ferienzweitwohnungen umgesetzt werden, wofür sie in der letzten Legislaturperiode und auch im letzten Kommunalwahlkampf 2011 noch vom Bürgermeister und den anderen Ratsfraktionen stark kritisiert wurden. Das lässt sich alles nachlesen in unserem Archiv.

Was angeblich bis dato rechtlich nicht möglich war, geht jetzt auf einmal doch, obgleich die Rechtslage sich nicht geändert hat. Die jetzt insoweit vorgesehenen Änderungen des Bebauungsplanes 25 B – „Nordhelm-Mitte“ durch zum ersten Mal vorgenommene planerische Festsetzungen von gebotenen und verbotenen  unterschiedlichen Wohnungsnutzungen bei einem Wohngebäude, wie z. B. als Ferienwohnung oder als Dauerwohnung, könnten ein neuer Maßstab und auch Muster für alle weiteren Bebauungspläne und deren Änderungen werden. Bis jetzt hatte bekanntlich die Stadt insoweit keine Differenzierungen bzgl. unterschiedlicher Wohnarten rechtlich vorgenommen. Die für Norderney und seine verhängnisvolle Entwicklung ihres  Ausverkaufs im privaten Wohnungsmarkt von Stadt über Jahrzehnte hinweg verkündete  rechtsirrige Parole lautete bekanntlich:  „Wohnen ist gleich Wohnen“.

Der FWN-Kreistagsabgeordnete Hayo Moroni, der in der vergangenen Legislaturperiode als Ratsherr der Stadt Norderney über viele Jahre hinweg versuchte, die Stadt von ihren fatalen Rechtsansichten in einer Wohnungspolitik zu Lasten der Norderneyer und deren Kinder und Kindeskinder abzubringen, stieß bis dahin überwiegend auf taube Ohren, was großteils bis heute auch noch fortwährt. Entsprechend hat Rechtsanwalt Hayo F .Moroni sich gerade auch zu den jetzt vom Bürgermeister und seiner Verwaltung vorgesehenen Änderungen des Bebauungsplanes 25 B -„Nordhelm-Mitte“ so seine Gedanken gemacht und gegenüber der Stadt vorgetragen.

Hayo Moroni – Anregungen u. Bedenken- B-plan 27.01.2012

Etwas Nachdenkenswertes zum Wochenende

Auf einer kleinen Bank vor einer großen Bank

Worauf mag die Gabe des Fleißes,
die der Deutsche besitzt, beruhn?
Deutsch sein heißt (der Deutsche weiß es)
Dinge um ihrer selbst willen zu tun.

Wenn er spart, dann nicht deswegen,
dass er später davon was hat.
Nein, ach nein! Geld hinterlegen
findet ohne Absicht statt.

Uns erfreut das bloße Sparen.
Geld persönlich macht nicht froh.
Regelmäßig nach paar Jahren
klaut ihr’s uns ja sowieso.

Nehmt denn hin, was wir ersparten!
Und verludert’s dann und wann!
Und erfindet noch ein paar Arten,
wie man pleite gehen kann!

Wieder ist es euch gelungen.
Wieder sind wir auf dem Hund.
Unser Geld hat ausgerungen.
Ihr seid hoffentlich gesund.

Heiter stehn wir vor den Banken.
Armut ist der Mühe Lohn.
Bitte, bitte, nichts zu danken!
Keine Angst, wir gehen schon.

Und empfindet keine Reue!
Leider wurdet ihr ertappt.
Doch wir halten euch die Treue.
Und dann sparen wir aufs neue,
bis es wieder mal so klappt.

Erich Kästner.

Er versah das Gedicht mit der Anmerkung: Das Gedicht bezieht sich auf den großen Bankkrach im Sommer 1931. Das soll aber beileibe nicht heißen, dass es veraltet ist.

Aus dem Buch: „Bei Durchsicht meiner Bücher“ , 1946 by Atrium Verlag A.G., Zürich
– Eine Auswahl aus vier Versbänden, die vor 1933 erschienen waren -. Im Vorwort schreibt Kästner, dass „seine Bücher in Berlin, auf dem großen Platz neben der Staatsoper, von einem gewissen Herrn Goebbels mit düster feierlichem Pomp verbrannt wurden. Vierundzwanzig deutsche Schriftsteller, die symbolisch für immer ausgetilgt werden sollten, rief er triumphierend bei Namen.  Ich war der einzige der Vierundzwanzig, der persönlich erschienen war, um dieser theatralischen Frechheit beizuwohnen.“