Zur Sitzung des Ausschusses für Soziales, Schulen und Kultur am 21.11.2013

Die Entwicklung der Jugendarbeit war am gestrigen Tage, also fast zweieinhalb Jahre nach dem von uns damals initiierten Jugendforum, erneut ein TOP in der öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Soziales, Schulen und Kultur. Die Schulsozialpädagogin Frauke Buisman-Alija schilderte eingehend die Situation auf Norderney aus ihrer Sicht. Ohne es zu wollen, benannte sie Defizite im Umfeld und der Arbeit der Leitung des Jugendzentrums, die eben genau von dort zu verantworten sind. Frau Buisman-Alija gab sich alle Mühe, keine Schuldzuweisungen vorzunehmen. Ein Teil ihrer Vorschläge zur Belebung des Jugendzentrums Norderney wurden bereits im Mai 2011 von Jugendlichen formuliert und sind wie folgt nachzulesen.

Die Ausschussvorsitzende Karin Rass (GRÜNE/BÜNDNIS 90), die in ihrer Funktion eine Sitzung eigentlich neutral zu leiten hat, erhob den Vorwurf, dass die Politik außer vollmundiger Versprechungen vor den Wahlen nichts zu Wege gebracht habe. Diese Anmerkung stieß auf erheblichen Widerstand, den neben Johannes Terfehr (SPD), Manfred Plavenieks (FWN) auch Ratsherr Jann Ennen (CDU) in aller Deutlichkeit und akzentuiert formulierten. Sie wiesen darauf hin, dass trotz jahrelang erteilter Vorschläge der Neu- und Umgestaltung aus eben der Politik Wesentliches nicht aufgegriffen bzw. vernachlässigt wurde.

Den untenstehenden Artikel haben wir bereits am 27. Mai 2011 publiziert. Wir ließen die Jugend Norderneys ohne Einmischung der gewählten Lokalpolitiker zur Sprache kommen, um ein möglichst unverfälschtes Bild zu bekommen, was von den jungen Menschen im erweiterten sozialen Umfeld gewünscht wird. Gleichzeitig sollte dieses Forum ein Signal für das Jugendzentrum Norderneys mit seiner Leitung sein, was denn wie in welche Richtung nach Meinung der jungen Menschen unserer Insel bewegt werden müsste.

„Die jungen FWN-Politiker Mirja Janssen, Tobias Germer und Norwin Moroni riefen – und die Schüler/innen und Jugendlichen Norderneys kamen. Über 50  junge sowie einige erwachsene Menschen fanden sich ein, um ihre Wünsche, Bedenken und  Vorschläge zu diskutieren, wie die Freizeitsituation auf unserer Insel gerade für diesen Teil der Bevölkerung verbessert werden kann.

Das Ergebnis dieses Jugendforums kann sich sehen lassen. Sicherlich sind das erste Ansätze, die noch weiter durchdacht, geplant und vorbereitet werden müssen, aber der Anfang ist gemacht.

Hier die Sammlung an Vorschlägen, die Mirja nach der Super-Moderation des FWN-Trios noch einmal als Resümee zusammenfasste:

Ergebnisse des Jugendforums

Ferienprogramm:

–  sollte abwechslungsreicher gestaltet werden;

–  die Zeit um die Karten im Jugendzentrum zu holen ist zu knapp bemessen bzw. werden Jugendliche vor der Tür stehen gelassen, wenn die halbe Stunde um ist;

Jugendzentrum:

–  Jugendliche sollten mehr miteinbezogen werden: „Wir gestalten das Jugendzentrum“

–  Neugestaltung, ansprechender für Jugendliche

–  ( farbiger, Reparatur bzw. Neuanschaffung einiger Geräte o. Möbel)

–  PC-Raum neu einrichten evt. in Verbindung mit einem Bastelkurs technisch versierter Schüler und Jugendlicher

–  Mehr an die Öffentlichkeit gehen mit Veranstaltungen (Zeitung, Aushänge am schwarzen Brett der KGS, Internetauftritt bei Facebook und  eigene Website)

–  Regelmäßige Kinderdisco

–  Events organisieren für Kinder und Jugendliche jeden alters (Auftritte von Rappern o.ä. Songcontests für Klein und Groß)

–  Tanzkurse im Jugendzentrum?

Sportplätze:

–  Neue Netze für die Tore auf dem KGS Sportplatz (evt. vom Förderkreis)

–  Kapspielplatz

–  Tore am Strand

–  Flunkyballplatz

–  Basketballplatz

–   Handballplatz

–  Indoorsporthalle?!?

–  Kunstrasenplatz

Kampfsport:

–  Wichtig: Zuerst herausfinden, welcher Kampfsport gefragt ist (Umfragen mit Schulen o.ä.)

–  Kontakt mit BAE ( Bundo Akademie Europa) aufnehmen

–  Keno Mennenga

–  Kombinierbares Fitnesscenter

–  Ort finden: Grundschulhalle

–  Hans Reiner Welsch ansprechen, möchte vll. mitwirken

–  http://www.b-a-e.de/

Disco:

–  angemessene Getränkepreise

–  Stranddisco

–  Strandkorbhalle ( geht nicht, da es im  Naturschutzgebiet liegt)

–  Forschungsstelle (Altes Werkstattgebäude an der Deich-/Hafenstraße)

Sonstiges:

–  Ist es möglich, die Frisia-Preise für Jugendliche auf Norderney und Freund vom Festland zu senken?

–  Mülleimer am Polder

–  sogen. von Herrn Loth vorgeschlagene 72-Stunden-Projektaktion, z. B. durch von den Jugendlichen selbst zu errichtende windgeschützte Hütte am Polder

–  Grillstelle o. Feuerstelle am Polder

–  Handballcamp ähnlich wie das Fußballcamp (TUS)

–  Shishabar

–  Kinotag zu ermäßigten Preisen (mit Herrn Loth besprechen)

–  Förderverein für Jugendliche: New Network Norderney (NNN mit Aschmann)

     

Hervorzuheben ist, dass Kurdirektor Wilhelm Loth, der Vorsitzende des Fördervereins Norderneyer Schulen, Rolf van Velzen und Bernhard  Aschmann als Initiator der Aktionsgemeinschaft „Triple N“ (NNN = Neues Netzwerk Norderney) sich mit einigen hervorragenden Anregungen und Ideen einbrachten. Die beiden Norderneyer Zeitungen „NBZ“ und der „OK“ haben über das Jugendforum ausführlich berichtet.   Wir hoffen, dass mit der Beteiligung derjenigen, die unsere Nachkommen sind, ein Anfang für die Gestaltung einer erstrebenswerten Zukunft für Jung und Alt eingeläutet wurde.  Die politischen Ratsvertreter der FWN haben jedenfalls einiges mitgenommen.“

Soweit die damalige Veröffentlichung. Vorschläge und Ideen hat es also auch in Richtung Jugendzentrum genug gegeben.

Allgemein

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