F.D.P. contra FWN-Mitglied Hayo Moroni

Der stellv. Gruppenvorsitzende der FWN, Hayo Moroni, hat auf das denkwürdige Statement des F.D.P.-Ratsherrn Sascher Nüchter im „Norderneyer Morgen“, vom 08.10.2009, geantwortet. Es ist davon auszugehen, dass die Reaktion des angegriffenen Ratsherrn Moroni (wie üblich) nicht im „NoMo“ veröffentlicht werden wird.  Soviel zur ausgewogenen Pressearbeit! Aus diesem Grunde möchten wir auf dieser Homepage die Kritikpunkte aufnehmen, die Hayo Moroni gegen die rüden Attacken des neuen 2. stellvertretenden Bürgermeisters Nüchter vorzubringen hat:

1. Ratsherr Moroni weist darauf hin, dass der Norderneyer Neubürger, Hotelier und das DEHOGA- sowie F.D.P.-Mitglied  Sascha Nüchter, in den vergangenen knapp drei Jahren politisch nur als „Phantom-Ratsmitglied“ in Erscheinung getreten ist. Plötzlich meldet dieser sich als Kritiker bei Themen zu Wort obwohl er dazu besser geschwiegen hätte. Offensichtlich fühle er sich als unverhofft durch den (mysteriösen) Fraktionswechsel eines ökoliberalen Grünen-Ratsmitgliedes zum 2. stellvertretenden Bürgermeister gewähltes Ratsmitglied dazu berufen, sich nach dreijähriger Schweigespirale zum politischen Hauptthema unserer Insel, der öffentlichen Baupolitik auf Norderney, äußern zu müssen. Moroni nennt dieses Fachgebiet für Nüchter ein reines „terra incognita“ (unbekanntes Land) und zieht dessen Sach- und Fachkundigkeit in Frage.  So redet Nüchter von einem ursprünglich gewollten Politikwechsel und plädiert völlig widersinnig gleichzeitig für eine Fortsetzung der alten Politik, die so schlecht nicht gewesen sei. Moroni bemerkt sarkastisch: „Damit ist dem Mann die Quadratur des Kreises gelungen“. Herr Nüchter behauptet, dass der alte Stadtrat wenigstens etwas bewegt habe. Moroni fragt, was das denn gewesen sei? Dazu sagt Nüchter nämlich nichts und schaut ob der vielen Fehlgriffe des alten Stadtrates lieber zur Seite.  Kritisch merkt Moroni an: „Das vom alten Stadtrat zu einem baulichen und finanziellen Trümmerhaufen bewegte 5-Sterne-Hotel-Bauvorhaben ist ja auch nur ‚Kinkerlitzchen‘. Dass Norderney immer mehr nur noch zu einer Handelsimmobilie von politisch geförderten, dubiosen Immobilienfirmen und von diesen errichteten Ferienappartementhäusern wird und so auch nur noch zu einer Kulisse für die Urlaubsgäste, aber immer weniger noch Heimat für die angestammte einheimische Bevölkerung, interessiert dabei unseren zugereisten Hotelier nicht“.  Es sei auch sehr wahrscheinlich, dass Nüchter seinen Lebensabend nicht auf Norderney verbringen werde. In braver Gefolgschaft zu seinem „Oberbürgermeister von der gleichen baupolitischen Gesinnung“ stellt Nüchter die abstruse Theorie auf, dass die Forderung nach Bebauungsplänen für alle Gebiete Norderneys reine Polemik sei. Nüchter beklagt diffamierend dazu, dass man sich dann auch noch in jedem Ausschuss immer die gleichen „Phrasen“ von Herrn Moroni anhören müsse.

Moroni verweist darauf, dass seine Familie wiederum schon seit Jahrhunderten auf der Insel lebt und sich immer mit höchstem Einsatz für den Erhalt dieses Eilandes als heimatliche Lebensgrundlage der Norderneyer eingesetzt hat. Dieses soll auch weiterhin so sein.  Die Phrasen, d.h. die nichtssagenden Äußerungen, vernimmt Moroni da eher von dem plötzlich ja so sach- und fachkundigen F.D.P.-Mann, da dessen Äußerungen jegliche rechtlich fundierte Substanz fehlt.

Moroni erlaubt sich in seiner Stellungnahme, dem Ratsherrn Nüchter ein paar ‚kleinere, bescheidene Fragen‘ stellen. Sie lauten:

„1. Seit wann wissen Sie, dass es ein Baugesetzbuch gibt und seit wann haben Sie vor allem Kenntnis von dessen Inhalt erlangt ? Ihre Äußerungen strotzen nämlich nur so von Rechtsunkundigkeit.

2. Woher haben Sie, Herr Nüchter, die Erkenntnis erlangt, dass der jetzige Investor auf dem noch freien Sportplatzgelände des ehemaligen Kinderheims Dresden dort ursprünglich ein normales Hotel errichten wollte, das als zu groß abgelehnt worden sei? (- Als äußerst aktives Mitglied der zuständigen Fachausschüsse, wo Sie immer durch Abwesenheit geglänzt haben, darf ich Ihnen dazu nämlich mitteilen, dass dort nie eine derartige Bauanfrage behandelt und geschweige dort abgelehnt wurde -).

2. Sie bedauern, dass jetzt auf diesem noch freien Gelände anstelle eines richtigen Hotels nur ein „Boardinghouse“, d. h. eine Mischung aus Appartementhaus und Hotel mit 19 Wohnungseinheiten entsteht. – Aber warum haben Sie in den zuständigen städtischen Gremien dann diesem „Boardinghouse“-Bauvorhaben zugestimmt und es nicht zusammen mit der FWN und den Grünen abgelehnt? Warum haben Sie mit der SPD und den Bürgermeister den mit Zustimmung der Anlieger gestellten Antrag der FWN und der Grünen abgelehnt, für dieses Gebiet unter Beteiligung der Bevölkerung einen Bebauungsplan mit eindeutigen Festlegungen von Wohnraum und gewerblichen Nutzungen für in erster Linie Norderneyer zu erstellen?

3. Warum haben Sie als angeblicher Befürworter von weiteren Hotels auf Norderney auch bei der im Fachgremium der Stadt getroffenen Entscheidung über eine Umwandlung des Hotels „Haus Helmut“, Friedrichstraße 38, in eine Zweitwohnungsanlage mit 12 Appartements durch ein Norderneyer Inselausverkaufsunternehmen in den zuständigen Ausschüssen für diese Umwandlung gestimmt und nicht mit der FWN und den Grünen für den Erhalt dieses Hauses als Hotel ? Weil etwa ihr Parteifreund der Bauherr dieser Anlage ist ?“

Auf die Antworten darf man gespannt sein. Seine Fragen schließt Moroni mit dem Glaubenshinweis an die Sachkundigkeit, Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit des F.D.P.-Ratsherrn Nüchter. Da gelte wohl: Wie gewonnen, so zerronnen. „Polemik, heiße Luft und Grütze bestimme die Diskussion“, giftet der neue 2. stellvertretende Bürgermeister. „Wohl wahr bei Ihrem Beitrag!“ kontert der stellvertretende Gruppenvorsitzende der FWN!  Er verkneift es sich auch nicht, auf seine Arbeit als Rechtanwalt mit dem Tätigkeitsschwerpunkt Bau- und Immobilienrecht hinzuweisen.

Die Mitglieder der FWN (allen voran Hayo Moroni) sollen vor der Öffentlichkeit offensichtlich durch eine scheinheilige Parolen-Schmiede der Einheitsfront aus SPD, CDU/WIN und F.D.P./Ökoliberale als Bremser und Besserwisser dargestellt werden, die eine rückwärtsgewandte und nicht in eine bessere Zukunft zielende Politik betreiben. Dabei will man, dass die überaus begründete und berechtigte Kritik der FWN an den bestehenden politischen Verhältnissen vom Bürger nicht mehr wahrgenommen wird und die ungeheuer kostenträchtigen Fehler maßgeblicher Vertreter des alten Stadtrates durch Übertünchung in Vergessenheit geraten. 

Die FWN vertraut auf den gesunden Verstand der Norderneyerinnen und Norderneyer, die nicht bereit sind, sich erneut täuschen zu lassen. Wir wollen eine gemeinsame Zukunft unserer Bürgerinnen und Bürger (Eltern, Großeltern, Kinder und Kindeskinder) auf unserer Heimatinsel in aller Nachhaltigkeit.  Wir wollen gute Gastgeber für die Gäste sein, die unsere Heimat ebenfalls lieb gewonnen haben und heißen jede und jeden herzlich willkommen. Aber einer unserer Grundsätze lautet nach wie vor: „Nördernee mutt in Nörderneer Hannen blieben!“   Das ist unsere Politik und das wird sie auch allen Widerständen zum Trotz bleiben.